Bücherei-Aktuell: Gemeinde Kirchardt

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Wundersame Sagen des Kraichgaus

Autor: Claudia Senghaas
Artikel vom 26.10.2022

Jeder Ort hat seine Geschichte

Der Kraichgau mit seiner überaus wechselreichen Geschichte war das Thema einer sehr schönen Veranstaltung mit dem Duo EinKlang, Conny Tanner und Heiko Fischer, im Eiscafé Madeira. Eingeladen hatte die Gemeindebücherei.

 

Hinterlassenschaften aus allen Epochen begleiten den Kraichgau bis heute und sind so mancherorts anzutreffen. Jeder Ort hat seine eigene Geschichte und seine eigenen Zeitzeugen und diese wurden an diesem Abend thematisiert. Ob in Stein gemeißelt oder von Mund zu Mund weitergegeben, alles hatte seine Zeit. 

1810 wurde Heinrich von Kleists „großes historisches Ritterschauspiel“ in Wien uraufgeführt. Seitdem ist das Käthchen von einer literarischen Figur zur sagenhaften Gestalt und zur Repräsentantin von Heilbronn geworden. Conny Tanner erzählte fesselnd von schicksalhafter Liebe und einem Happy End.

Regiswindis, eine Ortsheilige in Lauffen am Neckar soll der Sage nach eine Grafentochter gewesen sein, die dort ermordet wurde, seit dem 13. Jahrhundert gilt sie als Heilige. Außer in Lauffen sind ihr auch an weiteren Orten Kirchen geweiht.

Auch über den Zauber der Schlüsselblume gab es etwas zu erzählen … die faszinierenden Klänge der Klangschalen, Flöten und Monochord untermalten die wundersamen Reisen in die Vergangenheit.

Auch Kirchardt hat sein Waldgespenst: Die Filskäthere oder Filskätheri. Etwa seit dem Mittelalter soll das ruhelose Wesen zwischen den Bäumen des Hausforstes umhergeistern. Manchen hat es schon erschreckt, wenn es dreibeinig und ohne Kopf zwischen den Stämmen erschien. Der Überlieferung zufolge soll die Käthere eine Zeitlang jeden Morgen und jeden Abend in die Neuwiese geritten sein und dort ihr Pferd getränkt haben. Später sei sie, rückwärts auf einem weißen Gaul ohne Kopf sitzend, gesehen worden. Frei erzählt und musikalisch umrahmt entführten uns die beiden Künstler in andere Zeiten. Man hätte noch stundenlang zuhören können. Sicher nicht der letzte Abend mit den beiden. Es gibt noch so viel zu erzählen.

 

Claudia Senghaas